Über uns

Der Bio-Bauernhof „Hof Hoher Schönberg“ liegt in Alleinlage im Klützer Winkel in Nordwestmecklenburg, nahe der Ostsee. Zu dem ehemaligen Erbpachthof von 1860 gehören rund 25 Hektar Land in arrondierter Lage. Wir bewirtschaften den Bauernhof auf ökologische bzw. biologisch-dynamische, ursprüngliche, handwerkliche Weise und teilweise nach historischem Vorbild. Wir betreiben Demeter-Landwirtschaft, mit Acker-, Ölsaaten- und Gartenbau sowie Viehzucht. Das bedeutet, unsere Tiere sind traditionell gehalten und wir erzeugen die Futtermittel wie Heu, Stroh, Rüben und Getreide vollständig selbst. Im kleinen Baumschulbetrieb vermehren wir historische Duftrosen und veredeln alte Obstbaumsorten.

Als besonderen Betriebszweig betreiben wir eine Ölmühle und pressen mit einem speziell entwickelten Verfahren pflanzliche Öle in ernährungsphysiologisch hochwertiger Bio-Rohkost-Qualität. Die verpressten Ölsaaten, Kerne und Nüsse kommen dabei zum Teil direkt ohne Transportwege aus eigenem Anbau des Biohofes. Insgesamt stellen wir täglich bis wöchentlich frisch 25 therapeutisch hochwirksame, verschiedene Öle mit unseren wassergekühlten Rohkost-Ölmühlen her.

In der Hofwirtschaft sind wir bestrebt Kreisläufe zu schließen. So verwenden wir beispielsweise den Presskuchen aus der Ölmüllerei als Tierfutter oder direkt als Dünger, um diese Nährstoffe dem Boden zurückzuführen.

Wir, das sind derzeit 23 Erwachsene im Alter zwischen 30 und 60 Jahren. Wir bewirtschaften den Hof, arbeiten in den unterschiedlichsten Bereichen und bauen ihn weiter auf und aus.
Da wären Jörg (Landwirtschaft, Milchwirtschaft und Organisation), Moritz (Landwirtschaft, Milchwirtschaft, Gesundheit und Organisation) und Julia (Milchwirtschaft Ziegen, Hofladen, Ölmühle und Versand), Gerald (Haus und Hof), Andy (Tischlerei) und Sabine (Tierbetreuung, Milchwirtschaft), Yvonne und Janine (Versand), Axel (Zimmerei oder Ölmühle), Zuzana (Ölmühle), Micha, Cerstin und Friedrich (Gärtnerei – Obst und Gemüse), Thomas (Lehmbau), Kerstin, Sylvia, Petra, Sandra und Brigitte (Hofladen), Jeannette und Kathleen (Büro), Elisabeth (Hauswirtschaft und Küche) und Amelie (Auszubildende in der Landwirtschaft).

Diese Personen bilden den festen Kern der Mitarbeitenden. Einige von uns kommen ursprünglich aus anderen Berufszweigen und sind durch bestimmte Lebensumstände dazu gekommen, Bio-Landbau, Ölmühle und Hofladen zu betreiben. Auch freiwillig Helfende sind von Zeit zu Zeit dabei, sammeln Erfahrungen und packen mit an. So sind wir bei Wwoof e.V. als Mitgliedshof eingetragen und stellen Praktikums-Plätze für Waldorf-PraktikantInnen zur Verfügung.

Zu unserer Tierhaltung

Die meiste Zeit des Jahres leben die Tiere draußen auf den Weiden, die sich rings um den Bauernhof befinden. Abhängig von Jahreszeit und Wetterlage treiben wir sie anderenfalls morgens auf die Weiden. Alle unsere Tiere leben in kleinen überschaubaren und wesensgemäßen Gruppen bzw. Herden und werden durch eigene Nachzucht vermehrt. Die Tiergesundheit fördern wir durch entsprechende Fütterung: Grünfutter, eigenes frisches Heu, Presskuchen zum Kraftfutter und Behandlung mit Homöopathie, Heilkräutern und Ölen.

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RINDER

RinderRinder

Uns ist es sehr wichtig, dass die Kühe ihre Hörner behalten und die Kälber noch von der Mutter großgezogen werden. Unsere Kühe werden von Hand gemolken (nur die Überschüsse).

ZIEGEN

ZiegenZiegen

Die Zicklein unserer Ziegenherde werden frühestens nach 3 Monaten von ihren Müttern getrennt, sind oftmals handzahm und werden gern gestreichelt. Unsere Ziegen werden ebenfalls von Hand gemolken (nur die Überschüsse).

SCHAFE

SchafeSchafe

Unsere rund 25-köpfige Schafherde hilft uns bei der Grünlandpflege, liefert Fleisch und Wolle. Die Gruppe der „Shropshire“-Schafe pflegt die Obst- und Nussbaumplantagen sowie Wege und Gärten, da sie Büsche und Bäume nicht anfressen. Die Gruppe der „Guteschafe“ übernimmt die Grünlandpflege.

SCHWEINE

SchweineSchweine

Unsere Angler Sattelschweine werden den Großteil des Jahres draußen gehalten. Zwei Zuchtsauen und ein Eber sorgen mehrmals im Jahr für eine bunte Ferkelbande, die lustig beim Herumtoben auf dem Hof zu beobachten ist.

HÜHNER

Hühner

Unsere Hähne und weit über 100 Hühner dürfen sich den ganzen Tag auf Hof und Grünflächen frei herumtreiben. Am Abend holen wir sie zum Schutz vor Fuchs und Greifvogel in die Wagen. Unser Ziel ist es, die Anzahl unserer Hybridlegehennen zu verringern, zugunsten noch mehr alter Nutztierrassen aus eigener Nachzucht. Aktuell sind diese schon mit folgenden Rassen vertreten: zum Beispiel Schwedische Blumenhühner, Sussex, Vorwerkhühner, Ostfriesische Möwen, Deutsche Sperber und Brahmas.

HUNDE & KATZEN

HundeHunde

Unsere Hof-Hündin Fussel passt Tag und Nacht auf den Hof auf. Auch Katzen gibt es meistens auf unserem Hof.

Zu unserem Garten- und Ackerbau

Die Ackerflächen erstrecken sich über ca. 16 Hektar, auf denen wir eine vielgliedrige Fruchtfolge erdacht haben. Wir zielen auf eine bessere Bodenfruchtbarkeit um die Ernteerträge zu sichern und die Qualität der Lebensmittel zu erhöhen. Im Ackerbau ist besonders die klein strukturierte Bewirtschaftung von Bedeutung, d. h. wir bevorzugen kleine Flächen, die von Hecken, Knicks und Baumreihen umrahmt sind. Dies fördert die Artenvielfalt in der Natur.

Der Gartenbau für Gemüse und Obst auf unserem biologisch-dynamisch bewirtschafteten Bauernhof wird bei uns sehr handwerklich ausgeübt und wir integrieren Ansätze von Market Gardening und Permakulturanbau, in dem auch Wildtiere und Wildpflanzen ihren Platz finden. In dem bunten und vielfältigen Bauerngarten gedeihen Gemüse und Kräuter in Mischkultur, Blumen, Stauden und viele historische Rosen, dazwischen wachsen Beerensträucher und hochstämmige Obstbäume. Es gibt sogar eine kleine Pfirsichplantage. Unsere Gärtner arbeiten fast ausschließlich in Handarbeit.

GETREIDE

GetreideGetreide

Unser Getreide – Roggen, Dinkel, Weizen, Gerste und Hafer (die beiden letzteren manchmal im Gemenge mit Erbsen angebaut) – verwenden wir sowohl als Futter für unsere Tiere als auch nach Aufbereitung in Speisequalität zum Verkauf im Hofladen, entweder in Körnern oder als Vollkornmehl. Aus anderen Quellen haben wir noch weitere Getreidearten im Angebot.

ÖLSAATEN

Ölsaaten

Auf unseren Feldern bauen wir neben Getreide auch verschiedene Ölsaaten an. So können wir die hohe Qualität der Ausgangsstoffe für unsere eigene Ölproduktion gewährleisten. Wir ernten derzeit Leinsamen, Leindotter, und Senf in Rohkost-Qualität.

NÜSSE

Nüsse

Fast ganzjährig bieten wir Wal- und Haselnüsse auch aus eigener Ernte an. Über die Jahre bauen wir einen immer größeren Bestand an Walnussbäumen (mittlerweile ca. 50) und Haselnusssträuchern auf.

GEMÜSE

GemüseGemüse

Wir bauen auf ca. 4.000qm und in einem 100qm-Glas-Gewächshaus verschiedene Gemüse und Salate an, die wir direkt vom Feld in den Hofladen holen. Der bei uns sehr handwerklich ausgeübte Gartenbau für Gemüse und Obst integriert Ansätze von Permakultur und Market Gardening.

OBST

ObstObst

Folgende Obstsorten bauen wir an: Rhabarber, Erdbeeren, Süßkirschen, Jochelbeeren, schwarze, rote und weiße Johannisbeeren, Stachelbeeren, Himbeeren, Brombeeren, Pfirsiche, Äpfel, Birnen, Quitten, Zwetschgen, Pflaumen, Renekloden. Durch den bevorzugten Anbau alter Sorten ist unser Obst besonders schmackhaft und bekömmlich. Besondere Frische wird durch täglich mehrmaliges Ernten erreicht. Beim Anbau integrieren wir Ansätze von Permakultur und Market Gardening.

KRÄUTER

Kräuter

In unserem Anschauungsgarten können Sie eine grosse Auswahl an Würz- und Heilkräutern finden.

Unsere Marktscheune

Unsere historische Hofanlage haben wir 2008 um eine Fachwerkscheune ergänzt. In der Fachwerkscheune befindet sich unter anderem der Hofladen zur Vermarktung von kleinbäuerlichen und handwerklichen Produkten aus dem Klützer Winkel. Ab und zu nutzen wir sie für Veranstaltungen.
Das Besondere an diesem Bauwerk ist, dass es in fast mittelalterlicher Bauweise und bei fast vollständigem Verzicht auf industrielle Hilfsmittel entstanden ist.

Wir haben ausschließlich Materialien aus der unmittelbaren Umgebung verwendet und uns an ursprünglichen Bautechniken orientiert, d.h. die Fundamente sind in Trockenbauweise aus Natursteinen errichtet, das Fachwerk ist zum größten Teil handgebeilt aus regional geworbenem Holz, die Wände sind mit Strohlehm ausgefacht und das Dach mit selbst geworbenem Reet gedeckt. Auch Fenster und Türen werden vor Ort selbst gebaut.